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Wie unterstützt die Alexander-Technik die Ausbildung von Pferd und Reiter ?

Alexander-Technik zielt darauf ab, die Balance unseres untrennbaren Geist-Körper-Systems zu erhalten bzw. wieder auszubalancieren, um jederzeit das angeborene, effiziente Zusammenspiel zu gewährleisten. Als Mittel nutzt die  Alexander-Technik  die funktionelle Einheit von Körper und Geist und ergründet dadurch rasch systemische Störfaktoren.

Ungünstige Denk- und Bewegungsgewohnheiten sind oft ursächlich für einen „mangelhaft funktionierenden Organismus“ egal ob Mensch oder Pferd, so dass sich angeborenes Gleichgewicht und natürliche Bewegungsreflexe allmählich in Richtung vermehrter Spannung und eingeschränkter Beweglichkeit verschlechtern.

Die Alexander-Technik versetzt insbesondere Reiter in die Lage, ihren Sitz jederzeit selbst zu beurteilen und zu verbessern. Wie man einen kraftvollen und geschmeidigen Rumpf erhält, ihn gezielt und dosiert einsetzt, ist der Schwerpunkt der alexandrischen Reitausbildung. Gleichzeitig begünstigt dies die Selbsthaltung und Versammlung  des Pferdes unabhängig von Ausbildungsgrad und Lektion.

Der Reiter wendet seine Erkenntnisse alltäglich, nicht nur beim Reiten an, so dass z.B. gehen, stehen usw. effektiver und unangestrengter ablaufen. Gleichfalls profitiert  die mentale Verfassung der Reiters vom Erlernen der Alexander-Technik. Er erhält ein Werkzeug, um Situationen besser zu beurteilen und  Überreaktionen zu vermeiden, so dass Pferd und Reiter eindeutiger und feiner miteinander kommunizieren.

Was Kurt Albrecht,Leiter der span. Hofreitschule und F.M. Alexander teilten…

Kurt Albrecht ,der die spanische Hofreitschule in Wien von 1974 bis 1985 leitete,  meinte, dass die Kriterien für den guten Sitz des Reiters die selben sind wie für eine gute Haltung im allgemeinen. Eine konstante Aufmerksamkeit darauf, wie man alltäglich  geht oder steht ist ein excellentes Training für den einen geschmeidigen, ausbalancierten Sitz. Die korrekte, vertikale Ausrichtung des Kopfes und des Rumpfes auf dem Pferderücken ist nicht eine spezielle Haltung, die nur auf das Reiten zutrifft.

Selbst begeisterter Reiter formulierte  bereits F.M. Alexander Jahrzehnte vor Kurt Albrecht, die Bedeutung unseres „Alltagsgebrauchs“ für jedwede Tätigkeit und die Erhaltung unserer Gesundheit.  Am eigenen Leib erfuhr er,  dass unsere alltäglichen, gewohnten Muster uns aus dem natürlichen Gleichgewicht bringen. Ein Mensch ist nicht krumm geboren, sondern er krümmt sich. Das hat verschiedene Ursachen, und Alexander vermutete bereits um 1900, was die Neurowissenschaftler heute bestätigen: Die Kommunikation zwischen Verstand, Gefühl und  Körper bestimmt, wie wir uns verhalten, uns fühlen und uns bewegen.

Wie lernt  und steuert man diese Kommunikation?  Wie verlernt man Gewohnheiten, die diese natürliche Kommunikation stören? Wie wirkt sich das auf mein Pferd aus? Wie kann ich wieder zur natürlichen Koordination zurück finden? Praktische Antworten auf diese Fragen findest Du in allen Workshops und Kursen. Alle aktuellen Termine hier:

 

 

Wenn Denken in Bewegung kommt

Wie bewegt sich ein Vierfüßler?

Der Kopf ist vorne, überraschend, oder;-))? Bei uns Zweifüßern ist er oben, hoffentlich. Der Kopf wird durch die Schwerkraft / sein Eigengewicht ständig nach unten gezogen. Die Spannung, um den Kopf in der benötigten Stellung zu halten, liefert die Nackenmuskulatur. Bewegt sich das Tier, geht es meist nach vorne, um mit Augen, Nase oder/und  Maul näher an etwas heranzukommen. Die Vorwärtsbewegung des Kopfes löst einen Zug nach vorn auf die Muskulatur der Wirbelsäule aus. Der Kopf führt also die Vorwärtsbewegung des Körpers an und diese Bewegung aktiviert die Muskulatur der Hinterhand, die die Hinterbeine daraufhin unter das Tier treten lässt. Schwerpunktverlagerung also.

Während der Vierfüßer sich bewegt, wird also die Wirbelsäule sozusagen gestreckt, wobei jede Bewegung  dem kurzen Loslassen der Nackenmuskulatur entspringt.

Übungen und praktisches Erleben in allen Kursen und Workshops. Aktuelle Termine findest Du hier.

 

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Wer hat das noch nicht erlebt?: „Das viele Sitzen – Ich bin schon ganz krumm.“ „Kein Wunder bei den Stühlen – mein Rücken macht das nicht mehr lange mit.“ „… und erst das Aufstehen und Bücken! Früher ging das doch auch, warum jetzt nicht mehr?“

Erster Tipp zur Selbsthilfe:

Setz Dich seitlich vor einen Spiegel. Setz Dich gefühlsmäßig gerade hin. Zieh gedanklich eine senkrechte Linie vom Ohr zur Sitzfläche.Du kannst auch die seitliche Naht Deines Hemdes oder des Pullovers nehmen. Ist sie senkrecht zur Sitzfläche? – Super!! Dann sitzt Du aufrecht.

Weitere Infos unter   www.alexandertechnik-schultka.de